~~~Ai Shiteru~~~

 

Seit dem Tag an dem du sagtest du würdest mich “nie lieben können” ist eine Welt für mich zusammen gebrochen.

 

"Ich werde dich nie lieben können!" sagtest du, ich weiß es noch genau. In jenem Moment wäre ich so gerne in meinen Tränen ertrunken.
Dann sagtest du nur noch: "Wir können doch Freunde bleiben...".

 

Doch ich kann nicht mit dir befreundet sein. Es tut zu sehr weh so von dir verletzt zu werden.
Seit diesem Tag hab ich mich zu Hause verkrochen um von niemanden mehr verletzt werden zu können.

 

Ich weiß nicht mehr wie lange ich hier nun schon sitze und weine, doch es muss lange sehr lange sein. Und es tut immer noch weh...

 

Seit tagen habe ich nichts mehr gegessen oder getrunken, geschweige denn geduscht. Ich bin viel zu schwach mich aufzurichten, etwas zu essen. Kann ich nicht einfach verhungern. Einfach Sterben. Ich hab es doch verdient...

 

Niemand kann oder wird mich lieben ! Ich weiß es doch genau. Viel zu oft habe ich diesen Schmerz von Verletztung nun schon spüren müssen.

 

Wann hat das endlich ein Ende? Warum muss ich so leiden. Bin ich ein so schlechter Mensch, das ich dieses leid so verdient habe? Bin ich es nicht wert auch einmal glücklich zu sein? Oder geliebt zu werden?

 

"Ich werde die nie lieben können!"
"Ich werde die nie lieben können!"
"Ich werde die nie lieben können!"
"Ich werde die nie lieben können!"
"Ich werde die nie lieben können!"
"Ich werde die nie lieben können!"
"Ich werde die nie lieben können!"
...
Immer wieder kreist dieser Satz in meinem Kopf herum und immer mehr wünsche ich mir den tot...

 

Wann hat das endlich ein Ende?

 

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An der Wand entdecke ich ein Bild von unserer Band, ich nehme es mit letzter kraft ab und falle zu Boden.
Nun drehe ich mich langsam mit dem Rücken zur Wand und betrachte das Bild.

 

Du stehst wie meistens neben mir. Dein Körper ist so zierlich und zerbrechlich.
Ich streiche Tränen vom Bild und bleibe mit der Hand bei dir stehen.
Ich streiche ein paar mal über dich doch dann überkommt mich die Wut. Ich schmeiße das Bild in die Ecke des Raumes und das Glas des Bilderrahmens zerbricht.
 
---klirr---

 

"Ich hasse dich", schreie ich in die Richtung in die ich das Bild warf.
"Ich hasse dich", wiederholte ich etwas leiser.

 

Weitere Tränen der verzweiflung flossen über mein angeschwollenes Geischt. Mein Nasenband konnte ich schon auswringen, wenn ich wollte. Doch ich vergrub mein Gesicht lieber in meiner Hand.

 

Warum musste ich mich auch nur in dich verlieben?

 

“Warum?”, schrie ich mit lauter Stimme. “Warum?”

 

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Mein Handy klingelte. Doch ich bin zu schwach um ran zu gehen. Ich wollte auch gar nicht ran gehen.
Ich hatte keine kraft dazu die unangenehmen Fragen der anderen beantworten zu müssen, die ich nicht mal beantworten kann.

 

Das Hand hörte auf zu klingeln.

 

---stille---

 

Einige Minuten war es still bis das Telefon anfing zu klingeln...
Ich nahm nicht ab.
Mein Anrufbeantworter schaltete sich nach einiger Zeit des klingelns ein.
Jemand sprach.
"Ich bins Aoi. Rei, bitte nimm ab es tut mir leid was passiert war melde dich bitte bei mir. Die andern machen sich auch schon sorgen um dich"

 

Ich musste nur noch mehr weinen nachdem ich deine Stimme gehört hatte.

 

Ich meldete mich nicht bei dir. Ich war auch gar nich dazu in der lange.

 

"Ich werde die nie lieben können!"
"Ich werde die nie lieben können!"
"Ich werde die nie lieben können!"
...
Wieder ging mir dieser Satz durch den Kopf.

 

Am liebsten wollte ich mich umbringen.
Einfach von dieser Welt verschwinden.
Es würde mich sowieso niemand vermissen.
Nicht mal meine Familie würde das.
Es ist traurig so alleine zu sein. Ohne jemanden zu haben.
Selbst Uruah half mir nicht, obwohl wir beste Freunde waren. Ich habe das Gefühl das sie mich nicht mehr mögen, seitdem sie wissen das ich schwul bin.
Traurig, Freunde zu haben die einen nicht akzeptierten… Oder?

 

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Langsam zog ich mich an der Wand hinter mir hoch, um mich in die Küche zu schleifen.
Ich weiß es ist feige einfach weg zu laufen, doch was soll ich machen?
Es gibt keinen anderen Ausweg mehr.
Ich wühle die Schlaftabletten aus dem Schrank und schnappe mir dir halb leere Wodka Flasche von der letzten Party.
Nun schleife ich mich ins Bandzimmer und suche mein letzte Rasierklinge aus dem Schrank.
Dann begebe ich mich ins Schlafzimmer...

 

Ich weiß schon gar nich mehr was ich hier tu. So verzweifelt bin ich...
Ist das nun wirklich mein Ende?
Bitte!
Ich will das es aufhört.
Ich kann diesen Schmerz nicht mehr aushalten...
Es tut so weh...

 

"Ich werde die nie lieben können!"
"Ich werde die nie lieben können!"
"Ich werde die nie lieben können!"

 

“AAAAAAAAAAAAHHHHHHRRRRRRRRRRRRRRGGGGGGGGGHHHHHHH”

 

Schnell und ohne auf zu schreien ritze ich auf meinen Arm: Ai Shiteru Aoi.
Dann nehme ich 6 Schlaftabletten und spühle sie mit Wodka runter.

 

Kurz darauf verkrampfte sich mein Körper und langsam schlossen sich meine Augen.

 

War das nun endlich mein Ende?
Wurde ich von diesen Qualen erlöst?
Kann ich nun endlich glücklich werden?

 

Das letzte was ich noch mit bekam war das klingeln an meiner Wohnungstür...

 

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Den Schlüssel holtest du dir von Vermieter.
Nun warst du in meiner Wohnung.

 

Verzweifelt riefst du meinen Namen. Doch eine Antwort bekamst du nicht.
Du fingst an meine Wohnung nach mir ab zu suchen...

 

Das erste Zimmer was du betrats war das Wohnzimmer. Dir viel sofort die Muffige auf. Du öffnest das Fenster und plötzlich viel dir der zerbrochene Bilderrahmen auf. Das Bild lag mit der Bildseite nach unten so das du nciht erkennen konntest um welches Bild es sich handelte.
Langsam aber griffst du nach dem Bild und zogst es aus den zerbrochenen Scherben.
Du erkanntest es.
Einige Minuten schautest du es dir an. Dann kamen dir die Tränen.
Doch so schnell wie sie kamen waren sie auch schon wieder weg.

 

Das Bild stecktest du vorsichtig in in deine Hosentasche und suchtest wieter nach mir.

 

Du fandest mich dann nach einiger Zeit der verzweiflung im Schlafzimmer...

 

Im Türrahmen bliebst du dann stehen und die stockte der Atem. Du schlugst die die Hände auf den Mund um einen Aufschrei zu vermeiden. Tränen flossen dir erneut übers Gesicht.

 

Langsam löst du dich dann aus deiner Starre und schlichst leise zu meinem Bett.
Du warst verzweifelt.

 

Das erste was dir auffiel war mein Arm. Er war Blutverschmiert.
Doch was darauf stand konntest du noch nicht lesen. Dafür war der Arm zu Blutig.
 
Du holst ein Handtuch aus dem Bad um das Blut ein wenig zu entfernen.
Dann sahst du nun endlich was auf meinen Arm stand.
Dein Atem stockte wieder. Schnell wickelst du mir das Handtuch um meinen kalten Arm.
Weitere Tränen flossen über dein Gesicht.

 

Dann sahst du die Schlaftabletten und den Wodka.
Du ahntest schlimmes.

 

Langsam begrifst du dann was ich mir antat. Schnell fühlst du meinen Puls.
Ob ich noch lebe?

 

Einen Moment glaubtest du wirklich ich sei tot. Doch ich bewegte mich plötzlich und du schrecktest auf.
Du warst überglücklich als du wusstest das ich nicht tot war.
Du vielst über mich her und weintest wie ein Schlosshund. Doch nun weintest du vor freude das ich noch lebte.
Nach einiger Zeit liest du mich dann wieder los. Du hattest angst mir weh zu tun.

 

Doch das tatest du schon...

 

Langsam strichst du mir dann über die Wange und meinen durchfeuchtetes Nasenband.
Dann nahmst du mir es ab. Du hattest mich noch nie ohne Nasenband gesehen.
Tränen rannten wieder über ein Gesicht.

 

Du strichst wieder über meine Wange und aus heiterem Himmel verpasst du mir einen krampfhaften Kuss.

 

Langsam wachte ich nun auf. Ich sah in dein Gesicht und hätte die Augen am liebsten gleich wieder geschlossen, doch du bemerktest das ich wach war und fielst mir wieder um den Hals.
Du warst so glücklich so froh.

 

"Rei, du lebst", grinste er leicht freudig. Ich sagte nichts.
Wenigstens war er froh, wies mir geht war in diesem Moment egal.

 

Auch wenn ich Aoi nicht für mich haben konnte, war ich froh doch nich tot zu sein.
Doch trotzdem tat es weh Aoi zu lieben und zu wissen das er mich nicht lieben kann und wird.

 

Langsam richtete ich mich auf und das Handtuch viel von meinem Arm. Ich versuchte es schnell wieder zu verdecken, doch Aoi hatte es zuvor entdeckt. Er zog mir das Handtuch weg und strich über meinen Arm.
Es brannte leicht.

 

"Ich hoffe das gibt keine Narben", sagte Aoi leise zu mir. "Komm lass uns deinen Arm waschen und desinfizieren"
Ich nickte leicht.

 

Immernoch tat mir alles weh und am meisten mein gebrochenes Herz...
Werde ich jeh einen anderen Menschen lieben können?
Nein...
Aoi !

 

Langsam zog er mich ins Badezimmer.
Er stellte mich vorm Waschbecken ab und kramte in meinem Erste Hilfe Kasten einen Verband herraus und was zum desinfizieren raus.
Er legte beides zur Seite, dann stellte er sich neben meinen linken Arm, den er dann sanft nahm und unter lau warmen Wasser abwusch. Sanft strich er über meinen Arm und treufelte etwas vom desinfizierungs Zeug darüber.
Es brannte.
Ein paar Trännen rannen über mein Gesicht. Am liebsten wäre ich im Boden versunken.
Zu letzt legte Aoi mir noch den Verbannt über.
“Ferig Rei-Chan”, grinste er.
Ich konnte nicht zurück grinsen, statdessen flossen noch mehr Tränen über mein Gesicht.

 

“Rei es ist besser wen du noch duschen gehst. Es ist nicht schlimm wenn der Verband nass wird aber besser auf deine Wunde kommt keine Seife drauf das könnte noch mehr brennen. Ich bring dir ein paar Sachen”, sagte Aoi mit sanften Ton zu mir.
Dann brachte er mir ein paar Sachen aus meinem Schrank.
In der Zeit in der ich duschte wechselte Aoi meine Bettwäsche und durchlüftete meine Wohnung.
Als ich dann aus der dusche fertig rauskam sagt Aoi ich solle mich ein wenig hinlegen und ausruhen.

 

Ich war sehr schwach und befolge den Rat von Aoi.

 

Aoi verschwand dann in der Küche.

 

Nach einer halben Stunde kam er dann mit etwas zu Essen und einem Glas Wasser zurück und weckte mich sanft auf.
"Iss damit zu wieder zu Kräften kommst", grinste Aoi mir entgegen.

 

Erst jetzt bemerkte ich das ich mein Nasenband nich um hatte und fasste mir schnell an die Nase.
"Ich hab es in die Wäsche getan, Schlimm?" Ich schüttelte leicht den Kopf doch innerlich zerriss es mich.
Doch dann viel mir auf das ich es im Bad auch nich um hatte. Aoi musste mich die ganze Zeit ohne es gesehen haben. OH GOTT.

 

Ich wollte nich das mich jemand so sah. Ich hasse meine Nase. Aber nun war es zu spät. Ich schämte mich.

 

Aoi stupste mir dem Zeigefinger auf meine Nase und ich wurde rot.
"Ich bin so froh das dir nichts schlimmes passiert ist,Rei-Chan!", sagte er mit glücklich klingender Stimme.

 

Ich sagte nichts.

 

Nachdem ich fertig war mit essen brachte Aoi alles in die Küche, dann kam er wieder zurück.
Er setzte sich auf meine Bettkante und starrte mich an. Ich konnte ihm nicht in die Augen sehen es würde mich nur kaputt machen. Ich war einfach zu stark in ihn verliebt.

 

"Ich werde die nie lieben können!"
"Ich werde die nie lieben können!"
"Ich werde die nie lieben können!"
"Ich werde die nie lieben können!"
...
Wieder ging mir dieser Satz durch den Kopf und ich drohte durch zu drehen. Innerlich brach ich zusammen und äußerlich weinte ich nur.
Aoi schaute mich mit traurigem Gesicht an. Er hatte mit leid mit mir.
Er nahm mich vorsichtig in die Arme und fing leise mit an zu weinen. Ich bemerkte dies aber erst als mein T-Shirt an der Schulter leicht nass wurde.

 

Ich drücke dich leicht von mir und frage warum du weinst. Du antwortest: "Ai Ai... Ai Shiteru"
Ich glaubte ich hätte mich gerade eben verhört. Doch bevor ich noch einmal fragen konnte ob du deinen Satz wiederholen könntest, lagen deine Lippen auch schon auf die meinen.

 

Tränen schossen aus meinen Augen.

 

Ich dachte du würdest mich nie lieben können? Oder war das gerade nur Mitleid?
Ich wollte kein Mitleid! Sowas brauche ich nicht.

 

Doch nach unserem Kuss redest du weiter: "Ich hab das nur gesagt, das ich dich nie lieben könnte, weil ich dachte das ich dir nicht das geben könnte was du willst. Aber du hast mir das Gefühl gegeben glücklich zu sein. Und meine liebe wurde immer stärker. Es tut mir leid das ich dich verletzt habe. Das war nicht meine Absicht. Ai Shiteru Rei-Chan"

 

Ich viel in deine Arme und drückte mich mit aller Kraft so fest wie möglich an dich. Ich wollte dich nie wieder verlieren.

 

"Ai Shiteru Aoi-Chan"

 

Von dem Tag an waren wir zusammen. Auch die anderen Bandmembers verstanden und respektierten das. Sie freuten sich sogar richtig für uns.

 

Ich war überglücklich das ich bei meinem Selbstmordversuch nicht gestorben bin, denn ich hätte vielleicht eine zweite Person mitziehen können. Ich bin so froh. Aoi? Ai Shiteru....

 

~~~OWARI~~~

 

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